08.01.2017

Studieninteressierte

Mathematik heutzutage

In der Mathematik geht es nicht nur ums Rechnen, sondern vielmehr um das Entdecken, Untersuchen und Nutzbarmachen abstrakter Strukturen. Als eine der ältesten wissenschaftlichen Disziplinen tritt uns die mathematische Theorie als eine weit entwickelte und verzweigte Wissenschaft entgegen und stellt ein umfangreiches kulturelles Erbe dar. Mathematik ist heute eine unverzichtbare Grundlage nahezu sämtlicher Bereiche der Naturwissenschaften, Technik, Wirtschaft und Verwaltung. Die Umsetzung mathematischer Theorie in praktische und zum Teil computergerechte Verfahren zur Lösung angewandter Probleme ist eine wichtige Aufgabe der aktuellen mathematischen Forschung. Obwohl bei dieser Tätigkeit der Computer oft eine große Rolle spielt, entspringt die notwendige mathematische Kreativität immer noch den Köpfen der Mathematikerinnen und Mathematiker.

Ziel des Studiums

Das Studium der Mathematik zielt auf den Erwerb gründlicher Fachkenntnisse ab, die es einem erlauben, gewonnene Fähigkeiten und Einsichten selbständig anwenden und weiterentwickeln zu können. Notwendig ist dafür eine breite und gut fundierte mathematische Grundausbildung in Reiner und Angewandter Mathematik. Dazu kommt der Erwerb der Fähigkeit, sich auch in mathematische Probleme aus anderen Disziplinen einarbeiten zu können und für diese Lösungen zu entwickeln. Wichtig ist darüber hinaus, die gewonnenen Einsichten anderen Mathematikern aber auch Nicht-Mathematikern erklären zu können.

Im Studium für das Lehramt werden die grundlegenden fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kenntnisse für die künftige Berufstätigkeit vermittelt. Eine solide Grundausbildung soll es den zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen, den weiteren Entwicklungen ihres Faches folgen zu können. Auf die schulspezifische Aufbereitung und die Umsetzung mathematischer Themen für den Unterricht wird in der didaktischen Ausbildung besonderen Wert gelegt.

Berufsperspektiven

Die Berufsaussichten für Mathematiker sind sehr gut. Mathematiker haben ein breit gestreutes, sich ständig erweiterndes Tätigkeitsfeld. Außerhalb von Hochschulen und Forschungsinstitutionen findet man Mathematikerinnen und Mathematikern auch in allen Bereich der Industrie und Wirtschaft. Vor allem in der Softwareentwicklung, in Banken und Versicherungen werden Mathematiker stets gesucht. Die Fähigkeit, Probleme auf ihren prinzipiellen Kern zurückzuführen, macht Mathematiker besonders geeignet für innovative Berufsfelder wie Zell- und Genforschung, Sicherheit im Finanzwesen, Bildanalyse usw. Oftmals sind die Stellen auch dann für Mathematiker geeignet, wenn das jeweiligen Stellenprofil dies nicht explizit ausweist.

Für das Lehramt sind die Berufsausichten unterschiedlich und hängen von dem jeweiligen Bundesland ab. Aber auch die Wahl des Zweitfachs spielt hier eine wesentliche Rolle. Zum Beispiel ist die Kombination Mathematik-Physik sehr gefragt.