08.01.2017

Anwendungsfächer

Allgemein

Neben dem Fachstudium der Mathematik oder Technomathematik wählt man ein Anwendungsfach hinzu, in dem man sich im Umfang von 24 CP für Mathematiker und 30 CP für Technomathematiker Veranstaltungen anhört.

Im Folgenden sind die verschiedenen Anwendungsfächer zusammengefasst, dabei sind alle diese Anwendungsfächer für den Studiengang Mathematik Vollfach wählbar, für den Studiengang Technomathematik Vollfach stehen die Anwendungsfächer Elektrotechnik, Geowissenschaften, Physik und Produktionstechnik zur Auswahl.

Weitere Anwendungsfächer wie z.B. Musik sind für Mathematiker in Absprache mit dem Prüfungsausschuss möglich.

Vereinbarungen zu den Anwendungsfächern

Anwendungsfach Elektrotechnik

Mathematiker, die das Anwendungsfach Elektrotechnik wählen, belegen in einem
Gesamtumfang von 24 CP verpflichtend die folgenden Veranstaltungen/Module:
• „Grundlagen der Elektrotechnik A“ (Teil 1, Teil 2)
• „Grundlagen der Elektrotechnik B“ (Teil 1: Elektromagnetische Energiewandlung, Teil 2: Elektrische Messtechnik)
Technomathematiker, die das Anwendungsfach Elektrotechnik wählen, müssen in einem Umfang von 30 CP Module/Veranstaltungen belegen, deshalb müssen sie zusätzlich Folgendes belegen:
• „Grundlagenlaboratorium I und II“
Weitere Module können nur nach individueller Absprache mit dem Studiengang
Elektrotechnik absolviert werden. Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu
erbringen, wie es in der Prüfungsordnung Elektrotechnik in der jeweils gültigen Fassung
vorgesehen ist.

Anwendungsfach Geowissenschaften

Mathematiker, die das Anwendungsfach Geowissenschaften wählen, nehmen verpflichtend teil an den Modulen
• „Bausteine der Erde“ mit den Teilen „Exogene und endogene Dynamik der Erde“ und „Geologische Kartenkunde“ im Gesamtumfang von 6 CP.
Die Kurse aus dem Modul „Bausteine der Erde“ sind verpflichtend für alle Mathematikstudierenden, und sollten zu Beginn des Studiums des Anwendungsfachs Geowissenschaften belegt werden.
Technomathematiker, müssen verpflichtend noch das Modul
• „Geophysik“ im Umfang von 6 CP belegen
Des Weiteren können in einem Gesamtumfang von 18 CP aus den folgenden Modulen gewählt werden (Technomathematiker haben ersteres nicht zur Wahl):
• „Geophysik“ im Umfang von 6 CP oder
• aus dem Modulstrang „Schwerpunkt S2 Geophysik“, jeweils im Umfang von 6 CP: „Allgemeine Geophysik“, „Geodynamische Modellierung“ oder „Geomathematik“, oder
• aus dem Modulstrang „Schwerpunkt S3 Angewandte Geophysik“, jeweils im Umfang von 6 CP: „ Marine Geophysik“, „Explorationsgeophysik I“ oder „Explorationsgeophysik II“.
Insgesamt sind mindestens vier Module im Gesamtumfang von 24 CP im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten zu absolvieren.
Weitere Module können nur nach individueller Absprache mit dem Fachbereich 5 absolviert werden. Es wird empfohlen, sich vor der Wahl von Veranstaltungen im Studien- und Praxisbüro des Fachbereichs 5 beraten zu lassen.
Prüfungsleistungen zu allen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Geowissenschaften in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist.

Anwendungsfach Physik

Mathematiker, die das Anwendungsfach Physik wählen, nehmen obligatorisch an folgenden
Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Physik im Umfang von 24 CP, bzw. 30 CP für Technomathematiker teil:
• „Experimentalphysik 1 (Mechanik) für Mathematiker und Technomathematiker“: 9 CP
• „Experimentalphysik 2 (Elektrodynamik, Optik)“: 8 CP Mathe/ 11 CP Techno
• „Experimentalphysik 3 (Atom- und Quantenphysik)“: 7 CP Mathe/ 10 CP Techno
Prüfungsleistungen zu den genannten Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Physik in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist.

Anwendungsfach Produktionstechnik

Mathematiker, die das Anwendungsfach Produktionstechnik studieren, können an Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Produktionstechnik im Umfang von 24 CP für Mathematiker / 30 CP für Technomathematiker teilnehmen: Aufbauend auf dem obligatorischen Modul
• „Technische Mechanik TM 1“ kann im zweiten Jahr eine Auswahl unter den Modulen (jeweils 10 CP)
• „Technische Mechanik TM 2“ (in Semestern 3,4),
• „Thermodynamik“ (in Semestern 3,4) oder
• „Werkstofftechnik“ (in Semestern 2,3 oder 4,5)
getroffen werden. Dies entspricht einem Umfang von 14 CP für das Modul TM1 sowie 10 CP für eines der aufbauenden Module.

Anwendungsfach Biologie

Mathematiker, die das Anwendungsfach Biologie wählen, besuchen Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Biologie im Umfang von 24 CP. Sie sollen dadurch die Grundlagen der Biologie erlernen. Zu diesem Zweck sind im ersten Studienjahr speziell die Zellbiologie (erstes Semester) und die Formenkenntnis (zweites Semester) vorgesehen. Dies wird erweitert durch die Veranstaltungen Evolution und Ökologie im dritten Semester sowie den Grundkurs Ökologie und die Exkursionen im vierten Semester. Insgesamt gelingt es so, einen guten Überblick über die Vielfalt der Biologie zu erlangen.
Der Fachbereich Biologie/Chemie bietet Studierenden des Bachelorstudiengangs Mathematik die verpflichtende
Teilnahme an den folgenden Modulen und Veranstaltungen an:
• „Evolution und Ökologie“ (Kürzel Öko 1, 6 CP) bestehend aus den Veranstaltungen „Evolution“ und „Ökologie 1“ (Vorlesungen),
• „Ökologie & Biodiversität“ (Kürzel Öko 2, 6 CP) bestehend aus der „Ökologie 2“ (Vorlesung und Grundkurs) und Exkursionen,
• „Zellbiologie“ (Kürzel Bio 2, 6 CP) bestehend aus der „Einführung in die Zellbiologie“ (Vorlesung und Grundkurs),
• „Formenkenntnis“ (Kürzel Bio 4, 6 CP) bestehend aus den Veranstaltungen „Formenkenntnis Pflanzen“ und „Formenkenntnis Tiere“, jeweils mit Vorlesung und Grundkurs Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Biologie in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist. Abweichend von der obigen Modulliste können in Absprache mit dem Fachbereich 2 auch andere Module gewählt werden.

Anwendungsfach Chemie

Mathematiker, die das Anwendungsfach Chemie wählen, nehmen an den folgenden Pflichtmodulen teil:
• „Allgemeine Chemie“ und entsprechendes Praktikum (Physikerpraktikum): 9 CP,
• „Physikalische Chemie I: Thermodynamik“: 6 CP,
• „Theoretische Chemie I: Quantenmechanik“: 6 CP,
• „Theorie der chemischen Bindung“ aus dem Modul „Theor. Chemie II“ : 3 CP.
Dies entspricht einem Umfang von 15 CP im ersten und von 9 CP im zweiten Studienjahr. Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Chemie in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist

Anwendungsfach Informatik

Mathematiker, die das Anwendungsfach Informatik wählen, können an folgenden Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Informatik im Umfang von 24 CP teilnehmen:
• „Praktische Informatik II“: 6 CP, Pflicht,
• „Technische Informatik II“: 8 CP, Pflicht,
• weitere Veranstaltungen im Umfang von 10 CP aus dem Angebot des Bachelorstudiengangs Informatik (ausgenommen
Mathematikveranstaltungen) nach Wahl.
Prüfungsleistungen zu den belegten Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Informatik in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist. Dabei sollte man beachten dass Mathematiker mit diesem Anwendungsfach „Praktische Informatik I“ im 1. Semester hören sollten nicht wie im Musterstudienplan im 5. Semester.

Anwendungsfach Philosophie

Mathematiker, die das Anwendungsfach Philosophie wählen, besuchen Veranstaltungen des
Bachelorstudiengangs BA Philosophie (HF) im Umfang von 24 CP. Im ersten Studienjahr soll
in der Regel das Modul
• B3 “Einführung in die Theoretische Philosophie’’ absolviert werden, im zweiten Studienjahr darauf aufbauend eines der Aufbaumodule in der Theoretischen Philosophie, d.h. entweder
• T 1 “Erkenntnis, Sprache, Wirklichkeit’’ oder
• T 2 “Wissenschaft, Methode, Natur’’.
Zusätzlich soll das Modul
• B 2 “Einführung in die formale Logik’’ absolviert werden.
Bei besonderem Interesse kann statt B 3 auch das Modul
• B 4 “Einführung in die Praktische Philosophie’’ absolviert werden.
Dann ist im zweiten Studienjahr entweder
• P 1 „Moral: Begründung und Argumentation“ oder P 2 „Politik, Recht, Staat“ zu belegen.
Die Prüfungsleistungen werden entsprechend der BPO Philosophie in der jeweils gültigen Fassung erbracht.

Anwendungsfach Psychologie

Die Belegung des Anwendungsfaches Psychologie ist nur nach Genehmigung durch den Prüfungsausschuss Mathematik möglich. Die Studierenden haben dann die Wahl zwischen den folgenden zweisemestrigen Modulen:
• Modul 3 „Allgemeine Psychologie“ (18 CP) zusammen mit einem Semester aus Modul 4a „Biologische Psychologie“ (6 CP), Modul 4b „Differenzielle Psychologie“ (6 CP) oder Modul 7, 8 oder 9 (je 6 – 9 CP).
• Modul 4a „Biologische Psychologie“ (6 CP) zusammen mit einem Semester aus Modul 4b „Differenzielle Psychologie“ (6 CP) und Modul 7, 8 oder 9 (je 6 – 9 CP).
• Modul 7 „Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie“ (15 CP) zusammen mit einem Semester aus Modul 4a, 4b, 8 oder 9 (6 – 9 CP).
• Modul 8 „Sozialpsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie“ (15 CP) zusammen mit einem Semester aus Modul 4a, 4b, 7 oder 9 (6 – 9 CP).
• Modul 9 „Psychologische Diagnostik“ (15 CP) zusammen mit einem Semester aus Modul 4a, 4b, 7 oder 8 (6 – 9 CP).
Der Studiengang Psychologie muss sich vorbehalten, den Zugang zu einzelnen Modulen ggf. aus Kapazitätsgründen einzuschränken. Es muss in allen o.A. Wahlentscheidungen jeweils die reguläre Modulprüfung abgelegt werden. Im Falle kombinierter Modulleistungen wird gemäß AT BPO das mit den entsprechenden CP gewichtete Mittel der beteiligten Modulnoten als Psychologienote berechnet.
Für Mathematikstudenten mit dem Anwendungsfach Psychologie wird jede der fünf Möglichkeiten mit insgesamt 24 CP bewertet, wenn mindestens 21 CP kombiniert worden sind.
Der höhere Workload erklärt sich durch den erhöhten Selbststudienaufwand für Mathematikstudierende.