09.10.2020

Anwendungsfächer

Allgemein

Neben dem Fachstudium der Mathematik oder Technomathematik wählt man ein Anwendungsfach hinzu, in dem man sich im Umfang von 24 CP für Mathematiker und 30 CP für Technomathematiker Veranstaltungen anhört.

Im Folgenden sind die verschiedenen Anwendungsfächer zusammengefasst, dabei sind alle diese Anwendungsfächer für den Studiengang Mathematik Vollfach wählbar, für den Studiengang Technomathematik Vollfach stehen die Anwendungsfächer Elektrotechnik, Geowissenschaften, Physik und Produktionstechnik zur Auswahl.

Weitere Anwendungsfächer wie z.B. Musik sind für Mathematiker in Absprache mit dem Prüfungsausschuss möglich.

Anwendungsfach Elektrotechnik

Mathematiker, die das Anwendungsfach Elektrotechnik wählen, belegen in einem
Gesamtumfang von 24 CP verpflichtend die folgenden Veranstaltungen/Module:
• „Grundlagen der Elektrotechnik A“ (Teil 1, Teil 2)
• „Grundlagen der Elektrotechnik B“ (Teil 1: Elektromagnetische Energiewandlung, Teil 2: Elektrische Messtechnik)
Technomathematiker, die das Anwendungsfach Elektrotechnik wählen, müssen in einem Umfang von 30 CP Module/Veranstaltungen belegen, deshalb müssen sie zusätzlich Folgendes belegen:
• „Grundlagenlaboratorium I und II“
Weitere Module können nur nach individueller Absprache mit dem Studiengang
Elektrotechnik absolviert werden. Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu
erbringen, wie es in der Prüfungsordnung Elektrotechnik in der jeweils gültigen Fassung
vorgesehen ist.

Anwendungsfach Geowissenschaften

Mathematiker, die das Anwendungsfach Geowissenschaften wählen, nehmen verpflichtend teil an den Modulen
• „Bausteine der Erde“ mit den Teilen „Exogene und endogene Dynamik der Erde“ und „Geologische Kartenkunde“ im Gesamtumfang von 6 CP.
Die Kurse aus dem Modul „Bausteine der Erde“ sind verpflichtend für alle Mathematikstudierenden, und sollten zu Beginn des Studiums des Anwendungsfachs Geowissenschaften belegt werden.
Technomathematiker, müssen verpflichtend noch das Modul
• „Geophysik“ im Umfang von 6 CP belegen
Des Weiteren können in einem Gesamtumfang von 18 CP aus den folgenden Modulen gewählt werden (Technomathematiker haben ersteres nicht zur Wahl):
• „Geophysik“ im Umfang von 6 CP oder
• aus dem Modulstrang „Schwerpunkt S2 Geophysik“, jeweils im Umfang von 6 CP: „Allgemeine Geophysik“, „Geodynamische Modellierung“ oder „Geomathematik“, oder
• aus dem Modulstrang „Schwerpunkt S3 Angewandte Geophysik“, jeweils im Umfang von 6 CP: „ Marine Geophysik“, „Explorationsgeophysik I“ oder „Explorationsgeophysik II“.
Insgesamt sind mindestens vier Module im Gesamtumfang von 24 CP im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten zu absolvieren.
Weitere Module können nur nach individueller Absprache mit dem Fachbereich 5 absolviert werden. Es wird empfohlen, sich vor der Wahl von Veranstaltungen im Studien- und Praxisbüro des Fachbereichs 5 beraten zu lassen.
Prüfungsleistungen zu allen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Geowissenschaften in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist.

Anwendungsfach Physik

Mathematiker, die das Anwendungsfach Physik wählen, nehmen obligatorisch an folgenden
Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Physik im Umfang von 24 CP, bzw. 30 CP für Technomathematiker teil:
• „Experimentalphysik 1 (Mechanik) für Mathematiker und Technomathematiker“: 9 CP
• „Experimentalphysik 2 (Elektrodynamik, Optik)“: 8 CP Mathe/ 11 CP Techno
• „Experimentalphysik 3 (Atom- und Quantenphysik)“: 7 CP Mathe/ 10 CP Techno
Prüfungsleistungen zu den genannten Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Physik in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist.

Anwendungsfach Produktionstechnik

Mathematiker, die das Anwendungsfach Produktionstechnik studieren, können an Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Produktionstechnik im Umfang von 24 CP für Mathematiker / 30 CP für Technomathematiker teilnehmen: Aufbauend auf dem obligatorischen Modul
• „Technische Mechanik TM 1“ kann im zweiten Jahr eine Auswahl unter den Modulen (jeweils 10 CP)
• „Technische Mechanik TM 2“ (in Semestern 3,4),
• „Thermodynamik“ (in Semestern 3,4) oder
• „Werkstofftechnik“ (in Semestern 2,3 oder 4,5)
getroffen werden. Dies entspricht einem Umfang von 14 CP für das Modul TM1 sowie 10 CP für eines der aufbauenden Module.

Anwendungsfach Biologie

Mathematiker, die das Anwendungsfach Biologie wählen, besuchen Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Biologie im Umfang von 24 CP. Sie sollen dadurch die Grundlagen der Biologie erlernen. Zu diesem Zweck sind im ersten Studienjahr speziell die Zellbiologie (erstes Semester) und die Formenkenntnis (zweites Semester) vorgesehen. Dies wird erweitert durch die Veranstaltungen Evolution und Ökologie im dritten Semester sowie den Grundkurs Ökologie und die Exkursionen im vierten Semester. Insgesamt gelingt es so, einen guten Überblick über die Vielfalt der Biologie zu erlangen.
Der Fachbereich Biologie/Chemie bietet Studierenden des Bachelorstudiengangs Mathematik die verpflichtende
Teilnahme an den folgenden Modulen und Veranstaltungen an:
• „Evolution und Ökologie“ (Kürzel Öko 1, 6 CP) bestehend aus den Veranstaltungen „Evolution“ und „Ökologie 1“ (Vorlesungen),
• „Ökologie & Biodiversität“ (Kürzel Öko 2, 6 CP) bestehend aus der „Ökologie 2“ (Vorlesung und Grundkurs) und Exkursionen,
• „Zellbiologie“ (Kürzel Bio 2, 6 CP) bestehend aus der „Einführung in die Zellbiologie“ (Vorlesung und Grundkurs),
• „Formenkenntnis“ (Kürzel Bio 4, 6 CP) bestehend aus den Veranstaltungen „Formenkenntnis Pflanzen“ und „Formenkenntnis Tiere“, jeweils mit Vorlesung und Grundkurs Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Biologie in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist. Abweichend von der obigen Modulliste können in Absprache mit dem Fachbereich 2 auch andere Module gewählt werden.

Anwendungsfach Chemie

Mathematiker, die das Anwendungsfach Chemie wählen, nehmen an den folgenden Pflichtmodulen teil:
• „Allgemeine Chemie“ und entsprechendes Praktikum (Physikerpraktikum): 9 CP,
• „Physikalische Chemie I: Thermodynamik“: 6 CP,
• „Theoretische Chemie I: Quantenmechanik“: 6 CP,
• „Theorie der chemischen Bindung“ aus dem Modul „Theor. Chemie II“ : 3 CP.
Dies entspricht einem Umfang von 15 CP im ersten und von 9 CP im zweiten Studienjahr. Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Chemie in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist

Anwendungsfach Informatik

Mathematiker, die das Anwendungsfach Informatik wählen, können an folgenden Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Informatik im Umfang von 24 CP teilnehmen:
• „Praktische Informatik II“: 6 CP, Pflicht,
• „Technische Informatik II“: 8 CP, Pflicht,
• weitere Veranstaltungen im Umfang von 10 CP aus dem Angebot des Bachelorstudiengangs Informatik (ausgenommen
Mathematikveranstaltungen) nach Wahl.
Prüfungsleistungen zu den belegten Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung B.Sc. Informatik in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist. Dabei sollte man beachten dass Mathematiker mit diesem Anwendungsfach „Praktische Informatik I“ im 1. Semester hören sollten nicht wie im Musterstudienplan im 5. Semester.

Anwendungsfach Philosophie

Studierende des B.A. Mathematik, die das Anwendungsfach Philosophie wählen, besuchen Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs BA Philosophie im Umfang von 24 CP. Im ersten Studienjahr soll in der Regel das Modul

• B3 „Einführung in die Theoretische Philosophie“ absolviert werden, im zweiten Studienjahr darauf aufbauend eines der Aufbaumodule (bestehend aus zwei Veranstaltungen) in der Theoretischen Philosophie, d.h. entweder

– T1 „Erkenntnis, Sprache, Repräsentation“ oder

– T2 „Wissenschaft, Methode, Natur“[1].

[1] Nach Absprache mit dem Modulverantwortlichen (Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka) können für das Absolvieren des Aufbaumoduls auch Veranstaltungen aus dem Spezialisierungsmodul TS angerechnet werden oder auch Veranstaltungen aus den Modulen M1 („Theoretische Philosophie“) oder M3 („Philosophie in den Wissenschaften“) des Masterstudiengangs „Angewandte Philosophie“.

Zusätzlich soll das Modul

• B2 „Einführung in die formale Logik“ absolviert werden.

Bei besonderem Interesse kann statt B3 auch das Modul

• B4 „Einführung in die Praktische Philosophie“ (nach Rücksprache mit den Modulverantwortlichen des Moduls B4) absolviert werden. Die Prüfungsleistungen werden entsprechend der Bachelor-Prüfungsordnung Philosophie in der jeweils gültigen Fassung erbracht.

Studierende des M.Sc. Mathematik, die das Anwendungsfach Philosophie wählen, erwerben dort 15 CP. In der Regel belegen sie dazu eines der beiden Module

• M1 „Theoretische Philosophie“ oder

• M3 „Philosophie in den Wissenschaften“

aus dem Masterstudiengang „Angewandte Philosophie“.

Alternativ können die 15 CP (9+6) auch aus dem Angebot des Bachelorstudiengangs Philosophie wie folgt erworben werden:

– Ein Aufbau- oder Spezialisierungsmodul im Umfang von 9 CP (zwei Veranstaltungen), vorzugsweise Modul T1 („Erkenntnis, Sprache, Repräsentation“) oder Modul T2 („Wissenschaft, Methode, Natur“) oder TS (Spezialisierungsmodul). Ein bereits im Bachelorstudium erbrachtes Modul darf nicht nochmals belegt werden.

– Eine Veranstaltung nach Wahl, zu der eine Prüfungsleistung entsprechend 6 CP erbracht wird.

Diese Veranstaltung kann, je nach Vorkenntnissen, aus dem Angebot der Aufbaumodule des Bachelorstudiengangs oder aus den Modulen M1 („Theoretische Philosophie“) oder M3 („Philosophie in den Wissenschaften“) des Masterstudiengangs „Angewandte Philosophie“ gewählt werden. Bereits im Bachelorstudium absolvierte Angebote dürfen nicht erneut belegt werden.

Es wird empfohlen, über die Auswahl der Module/Veranstaltungen ein Beratungsgespräch
mit einer/einem Lehrenden des Instituts für Philosophie zu führen.
Weiterhin wird der vorhergehende oder begleitende Erwerb elementarer Kenntnisse aus der Theoretischen Philosophie empfohlen (bspw. durch das Belegen eines oder mehrerer Basismodule B1-B3 des Philosophie-Bachelors).

Prüfungen werden entsprechend der jeweils gültigen Fassung der Prüfungsordnungen des Master- bzw. Bachelorstudiengangs Philosophie durchgeführt.